Deine Entscheidungen formen dein Schicksal

Jede Entscheidung – ob klein oder gross – beeinflusst deinen Lebensweg. Im Laufe der Zeit summieren sich diese Einflüsse: Karriere, Beziehungen, Gesundheit und persönliche Entwicklung sind das Ergebnis deiner täglichen Entscheidungen. Wenn du etwas verändern willst, setz dort an, wo die meisten Veränderungen tatsächlich stattfinden: bei den Entscheidungen selbst. Beitragsbeschreibung

1/5/20262 min lesen

two roads between trees
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Jede Entscheidung – ob klein oder gross – beeinflusst deinen Lebensweg. Im Laufe der Zeit summieren sich diese Einflüsse: Karriere, Beziehungen, Gesundheit und persönliche Entwicklung sind das Ergebnis deiner täglichen Entscheidungen. Wenn du etwas verändern willst, setz dort an, wo die meisten Veränderungen tatsächlich stattfinden: bei den Entscheidungen selbst.

Logik folgt den Emotionen

Entgegen der Annahme, der Mensch handle primär rational, zeigen jahrzehntelange Erkenntnisse der Neurowissenschaften und Psychologie, dass emotionale Prozesse eine zentrale Rolle bei Entscheidungen spielen. Emotionen liefern oft die schnellere Bewertung, die auf das Wesentliche hinweist; überlegtes Denken verfeinert, rechtfertigt oder setzt diesen ersten Impuls dann um.

Antonio Damasios Forschung zu somatischen Markern und nachfolgende Studien belegen, dass emotionale/ körperliche Signale Entscheidungen lenken und dass Menschen mit beeinträchtigter emotionaler Verarbeitung erhebliche Probleme bei Entscheidungen im Alltag haben. Darüber hinaus zeigen aktuelle Meta-Studien der Entscheidungsneurowissenschaften, wie emotionsbezogene Hirnregionen (Amygdala, orbitofrontaler Cortex/vmPFC) mit kognitiven Netzwerken interagieren, um Wertvorstellungen, Aufmerksamkeit und Entscheidungen zu formen.

Was bedeutet das?

Es bedeutet: Da Emotionen typischerweise zuerst auftreten, ist der Versuch, „logischer zu denken“, ohne Emotionen zu adressieren, oft ineffektiv. Um Entscheidungen nachhaltig zu verbessern, muss man seine Emotionen betrachten.

Wie den emotionalen Zustand beeinflussen?

Wenn Emotionen Entscheidungen beeinflussen, wird die Fähigkeit, den eigenen emotionalen Zustand zu verändern, zu einer Kernkompetenz für bessere Entscheidungen. Zwei wissenschaftlich belegte Wege ermöglichen dies gezielt:

A. Wahrnehmung beeinflussen

Wie Sie ein Ereignis interpretieren, bestimmt Ihre emotionale Reaktion (ja – das ist immer so. Wir interpretieren immer, was wir wahrnehmen). Kognitive Neubewertung – die bewusste Umdeutung der Bedeutung eines Ereignisses – verändert nachweislich emotionale Reaktionen und das daraus resultierende Verhalten. Neuroimaging- und Verhaltensstudien zeigen, dass Neubewertung kognitive Kontrollnetzwerke aktiviert und die Reaktivität der Amygdala reduziert.

B. Physiologie beeinflussen

Körper und Geist sind eng miteinander verbunden. Körperhaltung, Mimik, Atmung und Bewegung beeinflussen das emotionale Erleben. Die Forschung zu verkörperten Emotionen belegt, dass körperliche Zustände die Wahrnehmung und Verarbeitung von Emotionen beeinflussen. Kurze körperliche Aktivität und regelmäßige Bewegung führen nachweislich zu einer Verbesserung der Stimmung und reduzieren depressive Symptome in klinischen Studien und Metaanalysen.

Das Gelernte in die Praxis umsetzen

Im Folgenden findest du eine kurze, evidenzbasierte Routine, um seinen emotionalen Zustand zu beeinflussen und somit bessere Entscheidungen zu treffen.

  1. Benenne die Entscheidung und nimm das erste Gefühl wahr, dass in die aufkommt. In welche Richtung lenkt dich deine Emotion? Wie beeinflusst deine Emotion deine Wahrnehmung?

  2. Verändere deine Körperhaltung für rund 60 bis 120 Sekunden. Möglichkeit: kurze Körperbewegungen (Kniebeugen, Liegestütze)

  3. Frage dich nun: Wie interpretiere ich die Situation? Wenn ich sie bspw. als bedrohlich interpretiere, arbeite an einer Neubewertung Welche Chancen, Lernmöglichkeiten oder Kontrollmöglichkeiten gibt es in dieser Situation?

  4. Wende dein logisches Denken an, solange die emotionale Intensität geringer ist. Verwende einfache Entscheidungsregeln (Pro- und Contra-Abwägung auf maximal drei Punkte, oder „Wenn-Dann“-Pläne), damit System 2 effizient arbeiten kann.

  5. Formuliere eine Umsetzungsabsicht. Die Aktionsplanung verbindet Erkenntnis mit Verhalten.

Fazit

Dein Schicksal wird von deinen Entscheidungen bestimmt.

Deine Entscheidungen werden von deinem emotionalen Zustand beeinflusst.

Beherrsche deinen emotionalen Zustand und du veränderst deine Entscheidungen.

Verändere deine Entscheidungen und du veränderst dein Leben.